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San Gimignano erhebt sich empor mit dem Profil
seiner Türme, gelegen auf einem Hügel in 334 m dominiert es
das Val d'Elsa. Sitz eines kleinen etruskischen Dorfes der hellenistischen
Zeit (3. – 2. v. Chr.) begann seine Geschichte um das 10. Jahrhundert
und erhielt seinen Namen vom heiligen Bischoft Modenas: San Gimignano,
der das Dorf vor den barbarischen Horden rettete.
Der Ort erlebte während des Mittelalters eine grosse Entwicklung
dank der via Francigena, die den Ort durchlief. So sehr, dass San Gimignano
eine aussergewöhnliche Blüte der Kunstwerke erlebte, die Kichen
und Klöster verzieren. Im Jahre 1199 wurde die Stadt freie Komune, kämpfte gegen die Bischöfe Volterras
und die angrenzenden Gebiete und erlitt auch innere Kämpfe und teilte
sich in zwei Gruppen, die den Ardinghelli (Guelfi) bzw. den Salvucci (Ghibellini)
folgten.
Am 8. Mai 1300 war Dante Alighieri zu Gast,
Botschafter der Lega Guelfa in der Toskana. Die verherrende Pest im Jahre
1348 und die darauffolgende Entvölkerung warfen San Gimignano in
eine schwere Krise. Die Kleinstadt musste sich daraufhin Florenz unterwerfen.
Aus dem Verfall und dem Aussterben der nachfolgenden Jahrhunderte konnte
sich die Stadt nur durch die Wiederentdeckung ihrer Schönheit, der
kulturellen Bedeutung und der ursprünglichen landwirtschaftlichen
Identität befreien.
Der Dom oder Stiftskirche, geweiht im Jahre
1148, gebaut aus 3 Kirchenschiffen und mit wertvollen Fresken der senesischen
Schule bereichert: Altes und Neues Testament (Bartolo di Fredi und „Bottega
dei Memmi“); Der jüngste Tag (Taddeo di Bartolo), Werke der
Florentiner Schule: Geschichten der Santa Fina (Ghirlandaio), San Sebastiano
(Benozzo Gozzoli), Statue Lignee (Jacopo della Quercia) und Skulpturen
von Giuliano und Benedetto da Maiano.
All diese Werke machen aus der Stiftskirche von San Gimignano ein Museum
von grossem Wert.
Palazzo Comunale (Gemeindepalast): Hof und
Dante-Saal mit der Maestà von Lippo Memmi. Museo Civico und Gemäldegalerie
mit Werken von Filippino Lippi, Pinturicchio, Benozzo Gozzoli, Domenico
di Michelino, Pier Francesco Fiorentino, Sebastiano Mainardi, Lorenzo
di Niccolò di Martino, Coppo di Marcovaldo etc...
Neben dem Museo civico kann auch der Torre
Grossa oder Podestà besichtigt werden; erbaut im Jahre 1311 und
mit einer Höhe von 54 m.
Museo d'arte Sacra: Gemälde und
Fragmente von Gedenksteinen, aus Kirchen und stillgelegten Klöstern
stammend. Silbergeschirr, Choralbücher und liturgische Gewänder.
Archäologisches Museum mit etruskischen,
römischen und mittelalterlichen archäologischen Funden, stammend
aus Ausgrabungen und Funden aus dem Gemeindegebiet. Drogerie von Santa
Fina, Material stammend aus der Drogerie des Spital von Santa Fina, das
die alte Apotheke reproduziert, mit den Behältern aus Keramik und
Glas und den Medikamenten. Galerie der Modernen und zeitgenössischen
Kunst „R. De Grada“, bedeutender Ausstellungsraum der Stadt.
Kirche Sant'Agostino: Geschichten von Sant'Agostino
(Benozzo Gozzoli) Reste von Fresken aus dem 13. Jahrhundert, Gemälde
verschiedener Künstler (Benozzo Gozzoli, Piero del Pollaiolo, Pier
Francesco Fiorentino, Vincenzo Tamagni, Sebastiano Mainardi). Kapelle
des Santo Bartolo (Benedetto da Maiano).
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